Kirche
Unsere Kirche ist eine der größten Dorfkirchen der Pfalz. Sie ist erbaut aus dem für die Region typischen gelblichen Olsbrücker Sandstein. Im neuromanischen Stil errichtet, gleicht sie einer bewegten Architekturplastik. Besonders reizvoll ist, dass sich die einzelnen Baukörper und ihre Funktion bereits beim Blick von außen ablesen lassen:
Dort sieht das Auge eine Vorhalle mit Eingangsbereich zwischen Glockenturm und Emporenzugangstürmchen, das Langhaus, den Chor, die polygonale Apsis mit Sakristei und die Orgelempore. Das Orgelzugangstürmchen ist diagonal zum Glockenturm ausgeführt.
Den sattelgedeckten mittleren Fassadenteil begrenzen gestufte Strebepfeiler, über denen ein getreppter Bogenfries ansetzt. Das Stufenportal wird von Doppelsäulen gerahmt, die in kräftige Wulste überleiten. Seinen oberen Abschluss bildet ein von einem Röllchenfries gezierter Dreiecksgiebel. Über dem äußeren Wulst sitzt ein Schriftband mit dem Psalmwort: “Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth”.
Darüber befindet sich über einer Reihe von fünf Rundbogenfenstern eine große, als Vielpass ausgebildete Fensterrose. Fensterreihe wie Rose werden durch Säule und aufsteigenden Rundstab zu einer Einheit zusammengefasst.
Neben dem Eingang belichten zwei mit Säulen unterteilte gekuppelte Doppelfenster die Vorhalle, die über eine Freitreppe erreicht wird.
Als wichtiges gestalterisches Element der Poratlseite muss der im Südwesten gelegene, etwas zurückgesetzte flankierende Glockenturm angesehen werden.
Der wie das Kirchenportal erhöht gelegene Turmeingang wird von je einer Säule gerahmt und von einem rundbogigen Wulst über einem mit Maßwerk verzierten Tympanon überdeckt. Oberhalb eines mittig aufgekröpften Schlaggesimses sitzt ein Triforium. Darüber sind unterhalb eines die Strebepfeilerzone abschließenden umlaufenden Konsolfrieses sechs Wappen als erhabene Reliefs angeordnet. Sie tragen die Namen der Orte, die dieser Kirche angehörten: Weilerbach, Rodenbach, Erzenhausen, Schwedelbach, Eulenbis, Pörrbach. (Schwedelbach erbaute 1950 ein eigenes Gotteshaus, Rodenbach 1959.)
Oberhalb einer gestreckten rundkragigen Schallarkade verläuft ein Bogenfries. Über dieser Zone erfolgt die Umwandlung des quadratischen in einen ungleichseitigen Achteckgrundriss, dessen Hauptseiten von Giebeln, dessen Diagonalseiten von säulengetragenen, mit steinernen Brüstungen versehenen und durch Türen erschlossenen Loggien eingenommen werden.
Zum steilen achteckigen Helm leiten kleine Satteldächer über den Giebeln und ihnen in der Höhe entsprechende Pyramidendächer oberhalb der Austritte über. Die Giebel weisen flache Rundbogennischen auf, die in ähnlicher Weise wie die Fensterrose über dem Kirchenhaupteingang gerahmt weren und in ihrem oberen Teil das Ziffernblatt der Turmuhr aufnehmen.
Die protestantische Kirche Weilerbach ist eine der größten Dorfkirchen der Pfalz. Im Nordosten der Eingangsfassade und noch weiter als der Glockenturm auf ihrer anderen Seite im Grundriss zurückversetzt – und mit diesem gewissermaßen die Fassade gestalterisch entspannend – ist ein turmartiger, unten rechteckiger, oben polygonaler, von einem Pyramidendach gedeckter und gedrungen wirkender Baukörper angeordnet, der – analog zum Glockenturm – einen Zugang zur Mittel- und zur dortigen Seitenempore aufnimmt.
Blick in den InnenraumDer Längsbau, der jeweils vier Fensterachsen im Südwesten wie im Nordosten aufweist, wird durch gestufte Strebepfeiler, die unter dem Dachansatz durch ein Konsolfries miteinander verbunden sind, gegliedert. Über rundbogigen Zwillingsfenstern in der unteren Zone befinden sich großflächige Rundbogenfenster in der oberen: eine Wandaufteilung, die auf das dortige Vorhandensein einer inneren Empore hinweist. Im steilen schiefergedeckten Satteldach sitzen etwa mittig miteinander flüchtende krüppelwalmgedeckte Dachhäuschen.
Im Südosten schließt der Bau in einem kurzen, im Grundriss eingezogenen, aber in der Traufe gleich hohen Baukörper ab, der die gleiche Dachform wie der Hauptbau aufweist: An diesen wiederum fügt sich – noch einmal im Grundriss eingezogen – eine ungleichmäßig fünfseitige Apsis mit ebenfalls gleicher Wandhöhe, von einem Pyramidendach gedeckt, an.